Neue EU-Verpackungsverordnung: Wie Unternehmen Verpackungsprozesse jetzt digital aufstellen können
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Neue EU-Verpackungsverordnung: Wie Unternehmen Verpackungsprozesse jetzt digital aufstellen können

7 min read Aug 25, 2026

Verpackungen schützen Produkte, vereinfachen Transport und Lagerung und sind aus modernen Lieferketten kaum wegzudenken. Gleichzeitig verursachen sie erhebliche Mengen an Abfall und binden wertvolle Ressourcen. Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) verschärft die Europäische Union deshalb die Anforderungen an Verpackungen und Verpackungsabfälle.

Die Verordnung (EU) 2025/40 gilt seit dem 12. August 2026 und betrifft grundsätzlich Verpackungen aller Materialien und Einsatzbereiche. Ihr Ziel: unnötige Verpackungen vermeiden, Wiederverwendung und Recycling fördern und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft beschleunigen.

Für Unternehmen bedeutet das: Verpackungsmanagement wird zunehmend zu einer Frage von Daten, Transparenz und durchgängigen Prozessen. Digitale Lösungen können dabei eine wichtige Grundlage schaffen.


Was ändert sich durch die neue EU-Verpackungsverordnung?

Die PPWR betrachtet den gesamten Lebenszyklus einer Verpackung – von ihrer Gestaltung und Verwendung bis hin zur Wiederverwendung und Entsorgung. Damit verbunden sind zahlreiche Anforderungen, die teilweise unmittelbar gelten und teilweise in den kommenden Jahren schrittweise wirksam werden.

Zu den zentralen Zielen gehören:

  • unnötige Verpackungen und Verpackungsabfälle zu reduzieren,
  • Gewicht und Volumen von Verpackungen zu minimieren,
  • die Recyclingfähigkeit von Verpackungen zu verbessern,
  • Wiederverwendung und Wiederbefüllung zu fördern,
  • den Einsatz bestimmter wiederverwendbarer Verpackungen zu erhöhen und
  • europaweit einheitlichere Kennzeichnungs- und Informationsanforderungen zu schaffen.

Die Anforderungen werden dabei schrittweise verschärft. So wird beispielsweise ab 2030 ein System von Leistungsklassen für die Recyclingfähigkeit von Verpackungen relevant. Auch für bestimmte Transport- und Verkaufsverpackungen gelten ab 2030 konkrete Wiederverwendungsziele.

Unternehmen sollten die PPWR deshalb nicht nur als regulatorische Aufgabe betrachten. Sie bietet auch Anlass, die eigenen Verpackungs- und Logistikprozesse grundsätzlich zu hinterfragen.

Die Herausforderung beginnt bei den Daten

Wer Verpackungen reduzieren, optimieren oder wiederverwenden möchte, muss zunächst wissen, welche Verpackungen tatsächlich im Einsatz sind.

Welche Verpackungsstruktur wird für welchen Artikel verwendet? Wie viel Verpackungsmaterial wird benötigt? Welche Gewichte und Volumina entstehen? Gibt es alternative Verpackungsvarianten? Welche Behälter können wiederverwendet werden?

In vielen Unternehmen liegen solche Informationen verteilt in unterschiedlichen Systemen, Dokumenten oder sogar manuellen Listen vor. Das erschwert nicht nur die Optimierung von Verpackungsprozessen. Auch die notwendige Transparenz über Materialien, Mengen und Verpackungsstrukturen lässt sich so nur mit erheblichem Aufwand herstellen.

Ein digital integriertes Verpackungsmanagement kann hier eine wichtige Grundlage schaffen.

Verpackungsstrukturen direkt im ERP abbilden

Mit BE-terna Handling Unit Management lassen sich Verpackungsstrukturen, Packmittel und logistische Abläufe zentral in Microsoft Dynamics 365 Business Central verwalten.

Die Lösung bildet mehrstufige Verpackungs- und Ladehierarchien digital ab und verbindet sie direkt mit Verkaufs-, Einkaufs-, Fertigungs- und Lagerprozessen. Unternehmen können beispielsweise kundenspezifische Verpackungsvorgaben, unterschiedliche Füllmengen, alternative Verpackungsvarianten oder Mehrwegbehälter innerhalb ihrer bestehenden ERP-Prozesse berücksichtigen.

Damit entsteht eine zentrale Datenbasis für das operative Verpackungsmanagement.

Verpackungsmaterial und Volumen gezielter reduzieren

Ein wesentliches Ziel der PPWR ist die Vermeidung unnötiger Verpackungen. Die Verordnung sieht unter anderem vor, Gewicht und Volumen von Verpackungen auf das notwendige Maß zu reduzieren. Die Einhaltung entsprechender Anforderungen muss zukünftig anhand technischer Informationen nachvollziehbar sein.

Handling Unit Management ermöglicht es, Mengen, Einheiten und Gewichtsparameter von Verpackungsstrukturen zu erfassen und zu prüfen. Zusätzlich können Materialattribute wie Länge, Gewicht, Volumen und Material hinterlegt werden.

Unternehmen erhalten dadurch eine bessere Datengrundlage, um beispielsweise unterschiedliche Verpackungsvarianten miteinander zu vergleichen und den Materialeinsatz zu optimieren.

Das kann nicht nur im Hinblick auf regulatorische Anforderungen relevant sein: Weniger Verpackungsmaterial und optimierte Füllmengen können gleichzeitig Material-, Transport- und Handlingkosten reduzieren.

Mehrwegverpackungen systematisch steuern

Ein weiterer Schwerpunkt der PPWR liegt auf der Wiederverwendung.

Für bestimmte Transportverpackungen – darunter beispielsweise Paletten, Kunststoffkisten, Kästen, Großpackmittel, Kübel, Fässer und Kanister – sieht die Verordnung ab 2030 konkrete Wiederverwendungsziele vor. Für die betroffenen Wirtschaftsakteure wird es damit zunehmend wichtiger, Mehrwegverpackungen nicht nur physisch, sondern auch digital in ihren Prozessen abzubilden.

Genau hier setzt Handling Unit Management an: Die Lösung unterstützt die Verwaltung von Mehrwegbehältern und wiederverwendbaren Verpackungskomponenten. Standardisierte Verpackungsstrukturen können hinterlegt, kopiert und je nach Prozess angepasst werden.

So können Unternehmen Mehrwegkonzepte stärker in ihre bestehenden ERP- und Logistikprozesse integrieren, statt sie über separate oder manuelle Prozesse zu verwalten.

Von der Verpackungsdefinition bis zum Warenausgang

Der Vorteil eines integrierten Ansatzes zeigt sich insbesondere im operativen Alltag.

Verpackungsstrukturen können mit Aufträgen, Bestellungen oder Umlagerungen verknüpft werden. Die Lösung unterstützt darüber hinaus Prozesse wie Kommissionierung, Warenein- und -ausgang, Umlagerungen und Packvorgänge. Verpackungsinformationen können zudem automatisch auf Versanddokumenten wie Lieferscheine, Rechnungen oder Warenbegleitscheine übernommen werden.

Damit werden Verpackungsinformationen dort verfügbar, wo sie benötigt werden: direkt im jeweiligen Geschäftsprozess.

Automatische Prüfmechanismen helfen zusätzlich dabei, fehlerhafte oder unvollständige Verpackungsdefinitionen zu vermeiden.

Ist Handling Unit Management damit eine PPWR-Compliance-Lösung?

Nein – und diese Unterscheidung ist wichtig.

Die PPWR umfasst zahlreiche Anforderungen, unter anderem an Recyclingfähigkeit, Kennzeichnung, technische Dokumentation, Rezyklatanteile und Herstellerverantwortung. Handling Unit Management deckt diese regulatorischen Anforderungen nicht automatisch vollständig ab.

Die Lösung kann jedoch eine wichtige Daten- und Prozessgrundlage schaffen.

Insbesondere bei drei zentralen Themen der neuen Verpackungsverordnung gibt es direkte Anknüpfungspunkte:

Transparenz: Verpackungsstrukturen, Materialien, Gewichte und Volumina werden zentral digital abgebildet.

Optimierung: Alternative Verpackungsstrukturen und Füllmengen können verwaltet und der Materialeinsatz gezielter gesteuert werden.

Wiederverwendung: Mehrwegbehälter und wiederverwendbare Verpackungskomponenten lassen sich in operative ERP- und Logistikprozesse integrieren.

PPWR als Chance für effizientere Verpackungsprozesse

Die neue EU-Verpackungsverordnung erhöht den Handlungsdruck für Unternehmen. Gleichzeitig bietet sie die Gelegenheit, historisch gewachsene Verpackungsprozesse neu zu betrachten.

Wer Verpackungen zukünftig effizient reduzieren, optimieren und wiederverwenden möchte, benötigt vor allem eines: eine verlässliche Datenbasis und transparente Prozesse.

Mit BE-terna Handling Unit Management können Unternehmen ihre Verpackungsstrukturen direkt in Microsoft Dynamics 365 Business Central digitalisieren und mit ihren bestehenden Geschäfts- und Logistikprozessen verbinden. So entsteht eine Grundlage, um Verpackungen nicht nur regulatorisch besser im Blick zu behalten, sondern auch Materialeinsatz, Handling-Aufwand und logistische Abläufe langfristig zu optimieren.

Sind Ihre Verpackungsprozesse bereit für die neuen Anforderungen?

Die PPWR macht Verpackungsmanagement zunehmend zu einem Bestandteil digitaler Unternehmensprozesse. Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie mit BE-terna Handling Unit Management für Microsoft Dynamics 365 Business Central mehr Transparenz über Verpackungsstrukturen schaffen, Mehrwegkonzepte digital abbilden und Ihre Verpackungsprozesse effizienter gestalten können.

Sprechen Sie mit unseren Experten und erfahren Sie, wie digitales Verpackungsmanagement in Dynamics 365 Business Central aussehen kann. 

Mehr zu unserer Handling Unit Management Lösung erhalten sie hier: Handling Unit Management.

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